Der Liegenschaftszinssatz ist der Zinssatz, mit dem sich der Verkehrswert von Grundstücken im Durchschnitt marktüblich verzinst. Er wird im Ertragswertverfahren verwendet, um künftige Reinerträge in einen heutigen Wert umzurechnen.
Was das in der Praxis bedeutet
Liegenschaftszinssätze werden von den Gutachterausschüssen aus Kaufpreisen und Mieten abgeleitet. Ein niedriger Zinssatz bedeutet hohe Preise im Verhältnis zur Miete, wie in begehrten Lagen von Köln oder Düsseldorf.
Schon kleine Änderungen des Zinssatzes wirken sich deutlich auf den Ertragswert aus. Die Wahl muss deshalb im Gutachten begründet werden.
Rechtsgrundlage: ImmoWertV 2021
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Stand: Oktober 2026. Die Erläuterungen sind eine fachliche Einschätzung aus Sicht des Sachverständigen und ersetzen keine anwaltliche Rechtsberatung und keine Steuerberatung.
