WDVS-Schäden erkennen
Risse, Hohlstellen und fehlerhafte Anschlüsse richtig bewerten
Schäden an Wärmedämm-Verbundsystemen entstehen häufig nicht in der Fläche, sondern an Fugen, Sockeln, Fensterbänken und Übergängen. Für die Sanierung ist entscheidend, ob nur die Oberfläche oder der gesamte Systemaufbau betroffen ist.
Mo–Fr 08.00 bis 18.00 Uhr · Anfragen bis 16 Uhr werden am selben Tag zurückgerufen
TÜV-SÜD-zertifizierter Gutachter · Mitglied im DGuSV
Ein WDVS funktioniert nur als abgestimmtes Gesamtsystem
- UntergrundMuss für das vorgesehene System tragfähig und geeignet sein.
- DämmstoffDämmplatten bilden die wärmeschutztechnische Ebene des Systems.
- ArmierungArmierungsmörtel und Gewebe verteilen Spannungen und bilden den Putzuntergrund.
- OberflächeOberputz beziehungsweise Bekleidung schützt das System und prägt die Witterungsbeanspruchung.
Welche Auffälligkeiten fachlich getrennt werden müssen
Was können WDVS-Schäden kosten?
| Maßnahme | Grobe Orientierung |
|---|---|
| Lokale Putz-/Rissreparatur | ca. 800–3.000 € |
| Fensterbank-/Anschlussreparatur | ca. 800–2.500 € je Bereich |
| Sockelsanierung lokal | ca. 150–350 €/lfm |
| Teilfläche WDVS öffnen und erneuern | ca. 250–450 €/m² |
| Großflächige Überarbeitung | ca. 80–180 €/m² |
| WDVS weitgehend erneuern | häufig deutlich fünfstellig |
Eigene fachliche Orientierungswerte, keine Angebote. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Objekt und vom Schadensumfang ab.
„Nur gedübelt“ oder „zu wenig geklebt“ lässt sich nicht ohne Systembezug bewerten
Foto-Ersteinschätzung: Ist das ein Fall für einen Gutachter?
Schicken Sie mir zwei bis drei Fotos vom Schaden und schreiben Sie dazu, seit wann er besteht und was vorher passiert ist. Ich sage Ihnen, ob sich eine Begutachtung lohnt oder ob Sie direkt den Handwerker rufen können.
- Sie schildern kurz den Schaden, Fotos helfen sehr.
- Ich melde mich am selben Werktag, bei Anfragen bis 16 Uhr.
- Sie entscheiden danach, ob eine Begutachtung vor Ort sinnvoll ist.
Kostenlos. Die Ersteinschätzung nach Fotos ist eine Orientierung, keine Begutachtung und kein Gutachten. Eine belastbare Ursachenbewertung ist nur vor Ort möglich.
Häufige Fragen
Was ist ein Wärmedämm-Verbundsystem?
Ein Wärmedämm-Verbundsystem, kurz WDVS, besteht typischerweise aus Dämmplatten, Befestigung beziehungsweise Verklebung, Armierungsschicht mit Gewebe und einer abschließenden Putz- oder Bekleidungsschicht. Die einzelnen Komponenten müssen als System zusammenpassen.
Welche Norm ist für die Verarbeitung von WDVS aktuell?
DIN 55699:2017-08 ist aktuell. Sie gilt für die Anwendung und Verarbeitung außenseitiger Wärmedämm-Verbundsysteme mit Dämmstoffen aus EPS oder Mineralwolle und enthält auch Planungshinweise.
Welche Produktnorm gilt für WDVS mit EPS?
DIN EN 13499:2003-12 wird aktuell geführt und beschreibt außenseitige Wärmedämm-Verbundsysteme auf Basis von expandiertem Polystyrol.
Welche Schäden treten bei WDVS häufig auf?
Typisch sind Risse, Hohlstellen, offene Plattenfugen, mechanische Beschädigungen, fehlerhafte Anschlüsse, Feuchteeintrag am Sockel oder an Fensterbänken sowie Algen- und Verschmutzungserscheinungen.
Sind Risse im WDVS automatisch ein schwerer Mangel?
Nein. Entscheidend sind Rissart, Breite, Verlauf, Tiefe und Ursache.
Was bedeuten Hohlstellen im WDVS?
Hohlstellen können verschiedene Ursachen haben, etwa unzureichende Verklebung, Ablösungen oder Fehlstellen im Untergrund. Ihre technische Relevanz hängt von Größe, Lage, System und tatsächlicher Haftung ab.
Müssen Dämmplatten vollflächig verklebt werden?
Nicht bei jedem System zwingend. Die zulässige Verklebungsart und der erforderliche Klebeflächenanteil richten sich nach dem jeweiligen System, Untergrund, Herstellerangaben und den einschlägigen Regelwerken.
Passende Themen
Grundlagen: DIN 55699:2017-08, DIN EN 13499:2003-12, DIN 4108-2:2026-05, DIN 4108-3:2024-03. Stand Oktober 2026.
