Fassade · WDVS · Bauschäden

WDVS-Schäden erkennen
Risse, Hohlstellen und fehlerhafte Anschlüsse richtig bewerten

Schäden an Wärmedämm-Verbundsystemen entstehen häufig nicht in der Fläche, sondern an Fugen, Sockeln, Fensterbänken und Übergängen. Für die Sanierung ist entscheidend, ob nur die Oberfläche oder der gesamte Systemaufbau betroffen ist.

Mo–Fr 08.00 bis 18.00 Uhr · Anfragen bis 16 Uhr werden am selben Tag zurückgerufen

TÜV SÜD zertifizierter Gutachter DGuSV – Deutscher Gutachter- und Sachverständigenverband TÜV-SÜD-zertifizierter Gutachter · Mitglied im DGuSV
Auf einen Blick

Ein WDVS funktioniert nur als abgestimmtes Gesamtsystem

Technik Schwerpunkt: Außenwand und FassadeSkizze: Haus im Schnitt
  1. UntergrundMuss für das vorgesehene System tragfähig und geeignet sein.
  2. DämmstoffDämmplatten bilden die wärmeschutztechnische Ebene des Systems.
  3. ArmierungArmierungsmörtel und Gewebe verteilen Spannungen und bilden den Putzuntergrund.
  4. OberflächeOberputz beziehungsweise Bekleidung schützt das System und prägt die Witterungsbeanspruchung.
Worauf achten

Welche Auffälligkeiten fachlich getrennt werden müssen

RisseRissverlauf und Tiefe zeigen, ob nur der Oberputz oder auch Armierung, Dämmstoff beziehungsweise Untergrund betroffen sein können.
HohlstellenKönnen auf lokale Ablösungen, Untergrundprobleme oder unzureichenden Verbund hinweisen.
FugenabzeichnungenPlattenstöße können sich bei ungünstiger Ausführung oder Wärme- und Feuchteverteilung an der Oberfläche abzeichnen.
AlgenOberflächenfeuchte, Verschattung und Mikroklima können Bewuchs fördern, ohne dass automatisch ein konstruktiver Schaden vorliegt.
AbplatzungenMechanische Beanspruchung, Feuchte oder Haftungsprobleme können lokale Putzverluste verursachen.
DübelabzeichnungenLokale Temperaturunterschiede können Befestigungspunkte optisch sichtbar werden lassen.
Kosten

Was können WDVS-Schäden kosten?

MaßnahmeGrobe Orientierung
Lokale Putz-/Rissreparaturca. 800–3.000 €
Fensterbank-/Anschlussreparaturca. 800–2.500 € je Bereich
Sockelsanierung lokalca. 150–350 €/lfm
Teilfläche WDVS öffnen und erneuernca. 250–450 €/m²
Großflächige Überarbeitungca. 80–180 €/m²
WDVS weitgehend erneuernhäufig deutlich fünfstellig

Eigene fachliche Orientierungswerte, keine Angebote. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Objekt und vom Schadensumfang ab.

Einordnung

„Nur gedübelt“ oder „zu wenig geklebt“ lässt sich nicht ohne Systembezug bewerten

KlebeflächeArt und Umfang der Verklebung müssen zum zugelassenen beziehungsweise vorgesehenen System und Untergrund passen.
DübelAnzahl, Typ und Setztiefe sind system- und untergrundabhängig; sichtbare Dübel allein erlauben keine vollständige Bewertung.
UntergrundAltputz, Beschichtungen oder unebene Flächen können die Haftung erheblich beeinflussen.
Kostenlos und unverbindlich

Foto-Ersteinschätzung: Ist das ein Fall für einen Gutachter?

Schicken Sie mir zwei bis drei Fotos vom Schaden und schreiben Sie dazu, seit wann er besteht und was vorher passiert ist. Ich sage Ihnen, ob sich eine Begutachtung lohnt oder ob Sie direkt den Handwerker rufen können.

  • Sie schildern kurz den Schaden, Fotos helfen sehr.
  • Ich melde mich am selben Werktag, bei Anfragen bis 16 Uhr.
  • Sie entscheiden danach, ob eine Begutachtung vor Ort sinnvoll ist.

Kostenlos. Die Ersteinschätzung nach Fotos ist eine Orientierung, keine Begutachtung und kein Gutachten. Eine belastbare Ursachenbewertung ist nur vor Ort möglich.

Schaden schildern und Fotos schicken
Hilfreich sind eine Übersicht, eine Nahaufnahme und, wenn vorhanden, ein Foto der angrenzenden Räume oder der Außenseite.
Name(erforderlich)
Telefonnummer
Wann erreiche ich Sie am besten?(erforderlich)
Ziehe Dateien hier her oder
Akzeptierte Dateitypen: pdf, jpg, jpeg, png, heic, webp, doc, docx, Max. Dateigröße: 10 MB, Max. Dateien: 5.
    Fotos vom Schaden, Exposé oder andere Unterlagen. PDF oder Bilder, bis zu 5 Dateien. Alternativ können Sie einen Link in das Feld „Ihr Anliegen“ schreiben.
    Datenschutzhinweis(erforderlich)
    FAQ

    Häufige Fragen

    Was ist ein Wärmedämm-Verbundsystem?

    Ein Wärmedämm-Verbundsystem, kurz WDVS, besteht typischerweise aus Dämmplatten, Befestigung beziehungsweise Verklebung, Armierungsschicht mit Gewebe und einer abschließenden Putz- oder Bekleidungsschicht. Die einzelnen Komponenten müssen als System zusammenpassen.

    Welche Norm ist für die Verarbeitung von WDVS aktuell?

    DIN 55699:2017-08 ist aktuell. Sie gilt für die Anwendung und Verarbeitung außenseitiger Wärmedämm-Verbundsysteme mit Dämmstoffen aus EPS oder Mineralwolle und enthält auch Planungshinweise.

    Welche Produktnorm gilt für WDVS mit EPS?

    DIN EN 13499:2003-12 wird aktuell geführt und beschreibt außenseitige Wärmedämm-Verbundsysteme auf Basis von expandiertem Polystyrol.

    Welche Schäden treten bei WDVS häufig auf?

    Typisch sind Risse, Hohlstellen, offene Plattenfugen, mechanische Beschädigungen, fehlerhafte Anschlüsse, Feuchteeintrag am Sockel oder an Fensterbänken sowie Algen- und Verschmutzungserscheinungen.

    Sind Risse im WDVS automatisch ein schwerer Mangel?

    Nein. Entscheidend sind Rissart, Breite, Verlauf, Tiefe und Ursache.

    Was bedeuten Hohlstellen im WDVS?

    Hohlstellen können verschiedene Ursachen haben, etwa unzureichende Verklebung, Ablösungen oder Fehlstellen im Untergrund. Ihre technische Relevanz hängt von Größe, Lage, System und tatsächlicher Haftung ab.

    Müssen Dämmplatten vollflächig verklebt werden?

    Nicht bei jedem System zwingend. Die zulässige Verklebungsart und der erforderliche Klebeflächenanteil richten sich nach dem jeweiligen System, Untergrund, Herstellerangaben und den einschlägigen Regelwerken.

    Weiterlesen

    Passende Themen

    Grundlagen: DIN 55699:2017-08, DIN EN 13499:2003-12, DIN 4108-2:2026-05, DIN 4108-3:2024-03. Stand Oktober 2026.

    Nächster Schritt

    Ursache fachlich klären lassen

    Kostenloser PDF-RatgeberFassade dämmen: Was ein gutes WDVS ausmachtZum Nachlesen und Ausdrucken, ohne Anmeldung.
    Jetzt Gutachter Steinbach anrufen 0228 30402970 Mo–Fr von 08.00 bis 18.00 Uhr erreichbar